Respektvoller Umgang von Beginn an – Tipps für den Alltag 4

Mädchen mit Ziege
Respektvoller Umgang von Beginn an – Tipps für den Alltag 4

Ulrike Berndorfer |

Wie Eltern ihr Kind unterstützen können, seine Hörgeräte und Implantate zu akzeptieren und zu nutzen.

Bezugspersonen und das Kind entdecken hörend die Welt

„Hast Du das gehört!“ – die Hochgeste (Geste beim Ohr) rückt das Erlebnis Hören in das gemeinsame Bewusstsein. Kinder entdecken jeden Tag ein neues Stück der Hör-Welt. Eltern freuen sich über positive Hör-Beobachtungen ihres Kindes und teilen diese Erlebnisse bewusst mit Ihrem Kind. Das Kind übernimmt diese Geste und kann selbst auf Höreindrücke hinweisen.

Horchgeste Flip

Vertrauen und Zuversicht vermitteln Sicherheit in der Akzeptanz der neuen Hörsituation

Eltern geben ihrem Kind Orientierung: durch ihre Sicherheit im Umgang mit der Hörhilfe und ihre Überzeugung, wie wichtig diese für die Hörentwicklung sind. Das stärkt das Kind in der Akzeptanz der neuen Hörsituation. Das Tragen der Hörhilfen wird zum gewohnten Alltag.

Kreative Verarbeitungspausen braucht das Gehirn

Lernen ist anstrengend, auch Hören lernen. Kinder müssen die vielen Höreindrücke verarbeiten und ermüden gerade zu Beginn einer Hörversorgung oft rasch. Hörpausen helfen, indem Umgebungslärm bewusst reduziert wird und dem Kind Zeit zum Rückzug angeboten wird. Ein Schachtelhaus, eine abgeschirmte Leseecke, ein Zelt zum Hineinkriechen, ein kleiner Nebenraum mit Polster und Decken ausgestattet dämmt Lärm und kann als Rückzugsort genützt werden. Kinder spüren nach einem anstrengenden „Hörtag“, dass sie für eine kurze Zeit abschalten möchten. Diese „Input-Pausen“ zeigen Kinder, indem sie die Hörhilfe ablegen. Oft steht dieser Zeitpunkt in Verbindung mit Müdigkeit oder kurz vor der Schlafenszeit.

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Bildquellen

  • Mädchen mit Ziege: Copyright©Berndorfer privat
Sylvia Stuhlhofer

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